01.08.2008

Fahrradtour

Imbach fährt Fahrrad oder
"Sie kommen jetzt sofort in mein Büro!!"

Das Wochenende 01. bis 03. August fuhren wir (Jenny, Daniela und Frank Laabs, Marike und Dieter Sonntag, Gitti und Ernst Jancke, Renate und Peter Schmitz, Gabi Rischke, Marie, Suvi und Rainer Risch, Elvira und Uli Kramp, Helmut Vaßen und die 5 Meinigkes) mit unseren Rädern nach Rheine. Diese wurden im Vorfeld auf diverse Hänger verteilt und so konnte es am Freitag Mittag bzw. Nachmittag losgehen. Bei zähfließendem Verkehr sang dann Bernd Stelter: "Ober, zack en Helles" und so stieg die Vorfreude auf eine Gerstenkaltschale um so mehr.
Einige von uns waren etwas früher am Ziel (Jugendherberge) und erkundeten schon mal das nette Städtchen Rheine. Kurz nach 17:00 Uhr bekamen wir von unserer Herbergsmutter die Einweisungen des Hauses; u.a. wie man eine Sicherheitstüre abschließt und wo wir unsere Bettbezüge finden. Danach teilte sie uns die Zimmer - streng getrennt nach Alter (Kinder / Erwachsene) und Geschlecht - zu. Aufgrund ihrer herzlichen Art und ihrer angenehmen Stimme hatte wir sie sofort ins Herz geschlossen und nannten sie nur noch "unseren Sonnenschein".
Nach dem Abendbrot, das einige leider verpassten, weil sie zu lange im Stau gestanden hatten, ging es nochmal in die City. Dort schleusten wir uns durch eine große Menschenmenge, denn wir waren genau zum Ems-Festival dort. Auf einer riesigen Bühne in der Ems sang ein Udo-Jürgens-Imitator mitsamt seiner Band. Zum Schluss sangen auch wir die alten Lieder mit "Mit 66 Jahren ..."
Samstag, nach dem Frühstück sollte es um 9:30 Uhr losgehen mit der ersten Tour (40 km). Aber Bernd musste noch das ein oder andere Fahrrad seiner Töchter aufpumpen. Jetzt waren alle startbereit und die Räder auf genügend Luft kontrolliert. Doch da bemerkte Bernd, dass er trotz des schönen Wetters immer noch die lange Hose an hatte. Obwohl alle mit den Hufen kratzten, zog sich Bernd in aller Ruhe um. Als er jetzt mit Short und sportlichen Astralwaden zurück kam, entwich Gabis Hinterreifen schlagartig die Luft. Schnell war auch diese Panne behoben und es ging endlich los. Wir radelten vorbei an schönen Höfen und akkurat gepflegten Gärten, Wiesen und Feldern. Die Kinder wurden von unserem Coach Frank gelobt und liebevoll angespornt, so dass keiner zurück fiel. (Am Abend zuvor hatte er schon mit Tim eine richtig Männerfreundschaft besiegelt.)
Trotzdem stellten sich dann nach etwa 1,5 Stunden die ersten Erschöpfungserscheinungen ein. "Es sind nur noch etwa 4 km bis zur ersten Gaststätte" rief Uli uns ermunternd zu. Also wurde weiter geradelt. Aber dort angelangt, mussten wir leider lesen, dass wegen Vergrößerung des Lokals noch geschlossen war. Also nochmals motiviert: "Die nächste Rast ist ein Restaurant direkt am See, nur noch 5 km!" Dieses hatte tatsächlich geöffnet, eine nette Bedienung und einen wirklich schönen Blick auf den See. Dort badeten die Kinder ihre Füße kurz bevor es weiterging - mit dem Erfolg, dass Marike und Hannah nur in Unterhosen weiter fahren konnten. Niemand hatte Dieter Sonntag gewarnt, dass die Meinigkes eine große Affinität zu Wasser haben, besonders, wenn sie bekleidet sind.
Nun ja, frisch gestärkt war der Rückweg ein Klacks, zumal wir wussten, dass Elvira uns einen Grillabend bei der Herbergsmutter organisiert hatte. Hier übernahm wieder Frank das Kommando, nachdem er unseren Sonnenschein wegen ihrer Nachsichtigkeit und Güte gelobt hatte und so wurde unser Grillabend ein voller Erfolg. Zwischendurch erreichte eine Familie mit 2 Kindern die Herberge. Sie wurden jedoch weiter geschickt, da alles ausgebucht war. Als wir die erschöpften und frustrierten Gesichter sahen, wurde schnell gehandelt: Tim, der alleine ein Vierbettzimmer hatte, zog kurzer Hand zu den Männern und die Familie konnte bleiben und auch noch mit Grillgut gestärkt werden. Ihr seht also, der gute Ruf der lieben Imbacher wurde wieder einmal weit über die Stadtmauern Leverkusens hinausgetragen. Unser Sonnenschein war aufgrund soviel Freundlichkeit schier aus dem Häuschen und spendiert Eis für alle Kinder.
Der nächste Tag begann wieder mit Frühstück, dem dann eine etwas kürzere Tour folgte. Leider verabschiedeten sich Familie Risch und auch Marike und Dieter machten nur eine kurze Tour, da Marike am Vortag kurz vor Schluss noch gestürzt war. Auch bei dieser Fahrradrunde gab es einen Halt am See mit feinem Sandstrand. Wir wunderten uns sehr darüber, dass beide Seen nicht überlaufen waren. Im Café gingen Andrea und Hannah auf Wespenfang; letztendlich hatten sie circa 10 Wespen in ein Colaglas gebracht.
Jetzt ging es zum Endspurt. An der Saline trafen wir nochmal Marike und Dieter und aßen dort im Gasthof "Gottes Gabe" vorzüglich zu Mittag. Hiernach ging es - immer noch bei trockenem Wetter - zu den Autos, Räder aufladen und ab nach Hause. Wir stellten nur fest, dass die Zeit viel zu schnell vergangen war.
Ach ja, es fehlt ja noch die Erklärung zum Untertitel. Also, in der Jugendherberge waren noch 2 Fußballergruppen untergebracht. Diese waren bei der Herbergsmutter nicht so beliebt wie wir. Wie sie erwartet hatte, tranken einige von den Jungs zu viel Bier, machten Lärm und einer betätigte wohl um 3.30 Uhr die Alarmanlage. Am nächsten Morgen musste dann der Leiter der Gruppe zu ihr ins Büro. Das Zitat: "Sie kommen jetzt sofort in mein Büro" wurde an diesem Wochenende oft und gerne bei jeder passenden Situation angewendet.
Zu guter Letzt möchte ich den Organisatoren und allen danken, die zum Gelingen dieser wunderbaren Tour beigetragen haben.

Schön war's!!!


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