24.06.2005

Paddeln auf der Hase

Paddeln - Leider nur ein Tag

Nachdem in den letzten Jahren Lahn, Weser, Fulda und Ruhr von uns schon einmal kräftig umgerührt wurden, führten uns in diesem Jahr Helmut und Jutta an einen anderen Bach - die Hase.
Dies ist ein Wiesenfluß, der sich durch das platte Emsland schlängelt.
Auf dem Campingplatz in Haselünne gab es alles, was das Camperherz begehrt: ein Spielplatz nebenan, die Hase direkt dabei. Der Badesee mit weißem Sandstrand lud die Kinder zum Schwimmen und Angeln ein. Diese amüsierten sich prächtig, bis Helmut's Jugendfreund, der Klappspaten, verschwunden war.
Die Anreise verlief problemlos und die Verrückten rollten nach und nach mit Zelten, Wohnmobilen und Wohnwagen an. Von der Feuerwehr hatten wir das Mannschaftszelt zur Verfügung, das wir jedes Jahr als Verpflegungszelt einsetzen.
Nachdem dies gemeinsam aufgebaut war, gab es erst einmal Geburtstagskuchen für Elvira. Ernst hatte die verantwortungsvolle Rolle, das Bierfaß anzuschlagen. Für Tobias war dies das Zeichen, die Pfanne aufzuheizen und darin zu rühren bis der Löffel glüht.
Es gab Reis-Hackfleisch-Pfanne.
Bis dahin war alles gut, bis Anke zum Akkordeon griff und damit die anderen Besucher in ihre Wohnwagen verjagte - wie immer.

Samstag 25.6.05
Heute war der große Tag - Paddeln war angesagt. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Brötchen und Rührei hätten wir starten können. Doch es regnete in Strömen.
Der Paddeltermin war bewußt auf dieses Wochenende gelegt worden, da aus der Meyer-Werft in Papenburg an diesem Tag das große neue Kreuzfahrtschiff "Norwegian Juwel" über die Ems zur Nordsee geleitet wurde. An der "Großen Stiege" bei Weener haben wir den Deich bestiegen, um uns das einmalige Spektakel anzusehen. Einfach beeindruckend war, wie das fast 300 Meter lange Schiff über die kleine Ems schippert - selbst Gonzo konnte es sehen.
Am Abend wurde der Grill angeschmissen und wir verkrochen uns bei Regen in das Gemeinschaftszelt. Die Nacht wurde für die Camper, die in Zelten übernachten mußten, zum Horrortrip. Es war kalt und naß, so daß alle mit den Gebeinen im Wasser lagen.

Sonntag 26.6.05
Nach einem schnellen Frühstück ging es bei strahlendem Sonnenschein zum Bootsverleiher nach Haselünne und von dort aus, mit den Booten im Schlepp, 15 km flußaufwärts.
An einer unbekannten Brücke wurden die Boote zu Wasser gelassen und es ging wirklich los. Die Hase, ein schmaler, brauner und modriger Wiesenfluß war nicht so niedlich wie der Name verspricht. Gerochen hat es nicht nach Wiese, sondern nach Kuh oder Schaf, wie zu Hause. Die Sonne brannte, die Kinder badeten und von Wasserschlachten keine Spur.
Also genug Zeit zum Essen und Trinken.
Gestrandet sind wir dann nachmittags auf einer Schafweide in der Nähe des Bootsvermieters. Von hier aus wurden die Boote verladen, die Autos geholt und der Troß zog Richtung Campingplatz.
Gegen 18.30 Uhr traten wir die Heimreise an. Bis auf Gonzo und Ina fuhren alle in die richtige Richtung. Aber sie haben dann auch noch nach Hause gefunden. Zum Abschluß haben wir uns alle in der Stadthalle Bergisch Neukirchen wieder gesehen.
Bedanken für diese schöne Tour möchten wir uns bei Helmut und Jutta.
Ohne diese beiden hätten wir wahrscheinlich niemals diesen einzigartigen Bach zu sehen bekommen. Auch bei Gitti, die beim Einkauf der Verpflegung geholfen hat.
Vor allem aber möchten wir uns bei Horst Buchmüller bedanken, der uns großzügigerweise einen Transporter zur Verfügung gestellt hat, in dem die gesamte Verpflegung absolut problemlos, sauber und sicher den Zielort erreicht hat.
Ab sofort stellt sich die große Frage: Wohin geht es im nächsten Jahr und wer hat Spaß es zu organisieren ?

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