23.02.2004

Karneval

Wer soll das bezahlen ?
Es fing damit an, dass jemand bemerkte: Woher soll das Geld kommen, der Bürger hat doch immer die "A..."karte. Da machten wir uns Gedanken , wie wir der Stadt behilflich sein könnten, Geldquellen zu erschliessen. Durch ein Spielcasino ? Oder ein Glücksrad ? Oder Spielkarten ? Eine Karnevalssteuer vielleicht ? Die Kinder waren unsere Joker. Und die Arschkarte wollte sowieso der Günther haben.
Zäh ging es los wie immer, und wie jedes Jahr entstanden Diskussionen darüber: Sollen wir überhaupt im Rosenmontagszug mitmachen?
Herr Luxem von der Zugorganisation Opladen weiß inzwischen, dass wir immer auf den letzten Drücker kommen und plant uns schon mal mit ein. Aber irgendwann kommt doch Fasson in das Ganze, der neutrale Imbacher "Wende-Kopf" als Frontspoiler, der jede politische Richtung mitmacht, wurde aufgemöbelt. Das Glücksrad war gerüstmäßig fertig und die Form des Rathauses auch ausgesägt. Jetzt ging es ans Verkleiden, Malen und Kaschieren. Jeder brachte neue Ideen ein und die letzten drei Tage sah man auch Leute am Wagen werkeln, die bis dahin unauffällig waren. Kostüme waren dieses Jahr einfach - Zylinder für die Damen, Bowler für die Herren (wir haben uns an den Reitern orientiert) und dann überdimensionale Spielkarten umgehängt. Gott sei Dank hat es nicht geregnet.

Wurfmaterial wird wie immer in Partien besorgt, erst mal der große erste Wurf. Nach Rücksprache (wie jedes Jahr) stellen wir fest, dass es nicht reicht, also noch eine Partie hinterher und vor allen Dingen die Schnäpse nicht vergessen.
Freitag ist dann Karnevalsfete bei der Claudia, wo sich dann schon alle mal auf den Rosenmontag einstimmen können.
Am Karnevalssonntag werden traditionell die Wurf-Taschen gepackt. Da wird bei Janckes sämtliches Wurfmaterial in die Garage geräumt. Im Gänsemarsch bewegen sich alle immer im Kreis und packen aus den unterschiedlichen Kisten die Taschen voll. Einer zählt durch, denn für jeden muß eine Tasche und zwei Ersatzbeutel gepackt sein. Drei Taschen für jeden, die erste bis zum Pott, die zweite bis zur Feuerwehr und die letzte für den restlichen Zugweg - so hat es sich bewährt.
Montag muß organisiert sein, wer wann mit dem Karnevals-Wagen runterfährt - natürlich früher, damit man sich in den Zug einfädeln kann. Und wer wann mit welchen Kindern fährt - natürlich später, damit die Kinder nicht frieren oder ihnen langweilig ist. Und wer was zu essen und zu trinken mithat. Dann ist noch mal Zeit zu gucken, wie die anderen Wagen am Zugweg aussehen und schon geht's los. Das Bad in der Menge ist ein Erlebnis der besonderen Art, besonders Neue in der Gruppe sind dann reizüberflutet.
Hinterher treffen wir uns bei der Claudia, um zu erzählen, ein Bier zu trinken, Karnevalsmusik zu hören und zu tanzen.

P.S. Unerwarteter "Lohn" vom Festkomitee Leverkusener Karneval: 1. Preis für Fremdwagen.

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