17.10.2003

Brauhauswanderweg in Köln


Am Freitagnachmittag des 17.10.2003 um 14 Uhr fanden sich 25 "erwachsene" Imbacher am Bahnhof von Opladen zusammen, um einen Ausflug nach Köln zu machen, den Brauhauswanderweg.
In Köln stiessen noch Helmut und Tobias zur Gruppe und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zum Sion-Brauhaus, wo wir schon von unserem Führer Detlev erwartet wurden.
Erstmal ging es nun im Brauhaus Sion in den Raum "für geschlossene Gesellschaften" und uns wurde beim ersten Kölsch erklärt, was es so mit dem Bier und anderem auf sich hat.
Obergärig, untergärig, 100-tausende von Flaschen Produktion in der Stunde, die Kölner im allgemeinen und besonderen, Erzbischof und Bürger von Köln, Aggripina und Kaiser Claudius und nicht zuletzt der Berufsstand der Brauer und der Köbesse: es rauchte uns der Kopf. Es folgte eine "Mini"-Erbsensuppe und das 2. Kölsch. So gestärkt machten wir uns auf den Weg, die Umgebung zu erkunden.

Der erste Halt war an der Ecke "Unter Taschenmacher" vor dem Stammhaus der Brauerei "Altstadtbräu Sion". Danach ging es Richtung Dom am Haus Saaleck vorbei, das heute Unterkunft für die Artothek der Stadt Köln ist. Über die alte römische Hafenstraße kamen wir am römisch-germanischen Museum vorbei und gingen zum Brauhaus "Alt Köln". Über dem Haupteingang kann man die Uhr mit Glockenspiel und das Kölner Wappen mit den drei Kronen, Symbol der Heiligen Drei Könige, deren Gebeine im Dom verwahrt sind, sehen.
Gegenüber liegt die "Pfaffenpforte" deren Geschichte blutrünstig mit hungrigen Löwen, einem gutmütigen Bürgermeister und zwei hinterlistigen Domherren zu tun hat. Auf dem Weg zur nächsten Besichtigungspunkt warfen wir einen Blick auf Reste der römischen Stadtmauer, die im Eingangsbereich eines Parkhauses liegt. Als Nächstes ging es zur Kirche Sankt Andreas, schräg gegenüber der Domplatte, eine der großen romanischen Kirchen Kölns. Innen besichtigten wir den Makkabäerschrein und das Kreuzigungs-Triptychon.

In der Krypta ist der heilige Albertus Magnus, der um 1200 als Hochschullehrer in Köln eine große Rolle spielte, in einem römischen Sarg beigesetzt. Leider setzte sich die Orgel von alleine in Bewegung, was unser Führer, glaube ich, nicht so gut fand.
Nun machten wir einen Einkehrschwung zum "Früh" wo wir uns zum Ausruhen ein weiteres Kölsch genehmigten. Vorher warfen wir aber noch einen Blick auf das Relief an der Hausfront: St. Peter von Mailand, das Schwert im Kopf und den Dolch in der Brust.
Nach Verlassen des Brauhauses "Früh" machten wir einen kurzen Halt am Heinzelmännchen-Brunnen, wo unser Führer uns mit feiner Tenorstimme das Lied der Heinzelmännchen von Köln vorsang. Etliche Häuserbiegungen weiter fanden wir uns auf einem Innenhof wieder, dem Pützgässchen, das an der Rückseite vom Brauhaus Sion entlangführt, und auf dem sich der Brunnen ("Pütz") befand, aus der sich die Brauerei mit frischen Wasser versorgte. Am alten Rathaus mit seinen von Kölner Bürgern gespendeten Figuren vorbei gingen wir zur Rückfront des Rathauses mit Glockenspiel und Figur mit herausgestreckter Zunge. Weiter ging es zum "Brauhaus zur Krae", das heute das Restaurant "Zum Walfisch" beherbergt, zum Brauhaus "Päffgen" und durch die Salzgasse zum Fischmarkt, wo wir einen Halt vor der spitzgiebeligen Häuserzeile mit dem Turm von Groß Sankt Martin im Hintergrund machten.
Entlang des Alter Marktes gingen wir nun zum "Gaffel Brauhaus". An der Rückseite des Hauses stehen die lebensgroßen Plastiken von Tünnes und Schäl. Deren (überwiegend frauenfeindliche) Witze haben wir übrigens an diesem Nachmittag reichlich vernommen. Weiter ging es nun zum "Brauhaus Kranz", erstmals erwähnt 1544 in den Steuerbüchern der Stadt Köln. Das Haus wurde im 2. Weltkrieg bis auf die Fassade völlig zerstört, und beherbergt seit 1994 Kölns jüngstes Brauhaus: das Peters Brauhaus.
Zum Schluß standen wir etwas verspätet wieder am Brauhaus Sion, wo schon ein reservierter Tisch auf uns wartete. Wir verabschiedeten uns von Detlev und verbrachten zwei schöne Stunden mit Essen und Trinken in diesem Brauhaus. Danach fuhren wir wieder gemeinsam nach Opladen, denn es war Zeit für unser Freitagsstübchen, in dem wir uns (fast) alle trafen. Hier konnten wir, bei noch mehr Bier, die ganze Kultur verdauen.

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