26.07.2003

Dorfolympiade -Bergischer Mehrkampf

Die Idee zu einer Olympiade entstand irgendwann beim Stammtisch. Es wäre fein, wenn man sich sportlich einmal anders messen könnte als gewöhnlich, z.B. Heuballen-Weitwurf oder Weitsprung über die Wupper. Als dann Radio Leverkusen einen Aufruf an Vereine startete, sich für originelle Wettkämpfe zu melden, rief Gonzo an, und meldete Imbach zu einem "Bergischen Mehrkampf" an. Nach langem Hin und Her wurde ein Termin festgelegt, an dem Radio Leverkusen es mit den Imbachern aufnehmen sollte.

Nachdem nun der Termin stand, musste eine Mannschaft her. Also wurden sämtliche Sportskanonen aus Imbach aktiviert. Es entstand eine bunte Truppe - jung, alt, mittelalt, weiblich, männlich - aus fünf Frauen und neun Männern. Die nächste Frage, die sich stellte war: In welchen Disziplinen sollen wir antreten ? Die Üblichen wie laufen, springen, werfen waren zu langweilig.
Also wurden Eigenkreationen wie Hufeisen-Weitwurf, Schubkarrenrennen, Treckerklettern, Tauziehen und Baumstamm-Sägen entworfen. Was jetzt noch fehlte, war ein Platz für das ganze Spektakel. Da am Reiterhof ein Kinderreitturnier stattfand, musste das Ganze auf eine Wiese am Imbacher Weg ausgelagert werden. Jetzt war das ganze Konzept eine runde Sache.

Am Morgen des besagten Samstages wurde vorbereitet. Bierwagen, Bierpavillon und Grill standen schnell. Rainer brachte Heuballen, Seil und Trecker, Uli die Hufeisen, Bütt und Schubkarren. Das Fass wurde angeschlagen und die bunte Gruppe wuchs und wuchs. Es fehlten nur noch die Gegner. Radio Leverkusen will doch wohl nicht kneifen ... ?

... Nein, nach ein paar Minuten Verspätung trafen diese ein und kurz drauf ging es schon los. Die erste Disziplin war das Schubkarrenrennen. Eine Frau in die Schubkarre, ein Mann an die Griffe und ab ging die wilde Luzie, denn der "Fahrer" hatte die Augen verbunden. Das erschwerte das Ganze etwas, wie auch Kurt schnell merkte. 1 : 0 für Radio Leverkusen. Aber nach der Aufwärmphase hatte Imbach keine Punkte mehr zu verschenken. Hufeisenwerfen war die Parade-Disziplin der Imbacher, 1 : 1 Unentschieden.
Jetzt war der sportliche Ehrgeiz geweckt, nach jeder Disziplin wurde mit Bier gedopt.
Die nächste Herausforderung war Baumstämme mit der Trumm-Säge durchsägen. Es wurden auf Imbacher Seite Bestzeiten von 27 Sekunden erreicht. Es flogen nur so die Späne. Die Gegner taten sich mit der Säge etwas schwerer. Die leichteren Frauen flogen unter der Säge her. Nach langem Ächzen war aber auch der Stamm geschafft. Eine weitere Bestzeit von 4 Minuten wurde erreicht. Grandios ! 2 : 1 für Imbach.
Auch die nächste Disziplin war für einige eine Herausforderung: Treckerklettern. Ein Seil wurde am Frontlader des Treckers befestigt, oben eine Kuhglocke. Aufgabe: 5 Personen aus jeder Mannschaft müssen schnellstmöglich hochklettern, klingeln und wieder unten sein. Zack, zack war ein Imbacher nach dem andern oben an der Glocke und wieder unten.
Bei Radio Leverkusen siegte die Schwerkraft. Mit Anschieben schafften es dann doch alle irgendwie an die Glocke zu kommen. 3 : 1 für Imbach.
Die letzte Disziplin war Tauziehen. Die freiwillige Feuerwehr war so nett, einen Wagen vorbeizuschicken und die Wettkampffläche etwas anzufeuchten. Es sollte also eine ganz schöne Sauerei werden. Erst traten die Frauen gegeneinander an, Ächz, stöhn, kreisch, plantsch - 4 : 1 für Imbach. Jetzt waren die Männer dran. Auch dort wurde schwer gekämpft. 5 : 1 für Imbach.
Eine letzte Chance gab es noch für Radio Leverkusen: Mannschaft gegen Mannschaft. Trotz finalem Beifall fiel Imbach in die Matsche: Der Endstand war somit 5 : 2 für Imbach.

Nach einigen Bieren, Würstchen und Dorfrundfahrten mit dem Trecker ging ein schöner Samstag im Dorf zu Ende. Im Nachhinein ist dieser Tag weniger sportlich zu sehen, sondern nach dem olympischen Ziel: Dabeisein ist alles !

zurück

Um Bilder herunterladen zu können bitte anmelden. Mitglieder können das Passwort bei Uli Kramp erfragen.